ER ZEIGT ALLEN, WAS PASSIERT, WENN EIN BURGENLÄNDER GIPFEL ERKLIMMT: NÄMLICH KOCHKUNST AUF TOP-NIVEAU, STATIONEN IN SPITZENHÄUSERN UND NUN DIE KRÖNUNG ALS HEISS GEHANDELTER IMPORTSCHLAGER IN DER SCHWEIZ.

Das Herz Stefan Csars schlägt ohne Zweifel für das Kochen und das aktuell in einem der besten Restaurants der Schweiz, Schloss Schauenstein. Dort sorgt er neben 3-Sterne-Koch Andreas Caminada seit Anfang 2011 für das süße Ende jedes Abends. Denn er ist der Pâtissier und zaubert der Schweizer Gourmet-Fraktion mit außergewöhnlichen Kreationen wie Desserts aus Shisoeis mit Spargel ein Lächeln auf deren kulinarische Seele. Denn die Norm war, ganz klassisch für einen JUNGEN WILDEN seines Kalibers, noch niemals Csars Ding. Daher beweist er in seinen Gerichten auch stets den Mut zur richtigen Würze, wie sein Idol Silvio Nickol: "Seine Küche finde ich genial. Klassisch auf den Punkt gebracht und jedes Gericht ein würziges Highlight. Das ist genau meine Linie."

Eine Philosophie, mit der er es sogar schaffte, den Godfather der JUNGEN WILDEN Stefan Marquard umzupolen. Denn es gibt eines, was der Küchen-Rocker Marquard gar nicht mag: Tomaten. Ausgenommen natürlich die von Namensgenosse Stefan Csar. Mit seinem "Steinbutt im Tomatenfeld" überzeugte der leidenschaftliche Koch beim Finale 2011 den Vorsitzenden der Grand Jury aus Spitzenköchen von Heinz Hanner bis Sternekoch Karlheinz Hauser nämlich endgültig von seiner Überlegenheit und dem Herzblut, das in jedem einzelnen seiner Gerichte zu finden ist.

Csar selbst ist überzeugt: "Das Quäntchen Kaltschnäuzigkeit und das bisschen mehr an Geschmack haben mich schließlich das Rennen machen lassen." Denn die für das Dessert "Steirische Banane" vorgesehenen Zuckercannelloni gefüllt mit Kürbiskernmousse blieben im großen Finale der JUNGEN WILDEN 2011 am Backblech kleben. Und dann tat Csar das, was er immer tut - er entschied sich für den Geschmack, und in diesem speziellen Fall gegen die Optik. Eine richtiger Schritt, wie sich sofort herausstellte, denn nicht nur, dass er damit seine Konkurrenten an die Wand kochte, er nahm auf seinem ohnehin bereits rasanten Karriere-Highway gleich noch mehr Fahrt auf.

Bevor er sich den begehrten Titel 2011 erkochte, werkte Stefan Csar unter anderem als Chef de Partie im Gourmetrestaurant Landhaus Bacher und dockte bei Jürgen Vigne im Sternerestaurant Pfefferschiff an. Nachdem es in selbigem seine Gerichte wie "Chocoholic Lamm" sogar auf die Spezialitäten-Karte geschafft hatten, zog es den Herzbuben aller Genussfreudigen noch weiter hinaus in die Alpen. Doch sein kulinarisches Echo hallt bis in die Tiefebene des Burgenlands.