DER JUNGE WILDE 2007 KOCHTE DIE KONKURRENZ BEIM BEWERB REGELRECHT AN DIE WAND. AKRIBISCHE VORBEREITUNG UND NERVENSTÄRKE BRACHTEN IHM DEN TITEL. UND MACHEN IHN ZU EINEM DER INTERESSANTESTEN KÖCHE DER WALZER-METROPOLE.

Um ein großartiger Koch zu werden, muss man ins Ausland gehen und Erfahrungen sammeln. Richtig? Was manche Köche betrifft, vielleicht schon. Aber wie sonst auch bestätigt in diesem Fall die Ausnahme die Regel. Und diese Ausnahme heißt Gerald Angelmahr. Denn seine Stadt ist Wien. Und damit fährt er mehr als gut. Die Luxusadressen der Walzer- Metropole haben es dem JUNGEN WILDEN 2007 dabei besonders angetan: Denn nach der Lehre im 5-Sterne-Luxus-Hotel Imperial ging es für einen Abstecher ein paar Häuser weiter ins Hotel Le Méridien am Parkring, ebenfalls dekoriert mit fünf Sternen.

Der Wiener Innenstadt sollte der heimatverbundene Überflieger auch danach noch ein Weilchen erhalten bleiben. Denn im renommierten Gourmetrestaurant Meinl am Graben war der bodenständige Niederösterreicher für die Komponente auf dem Teller verantwortlich, mit der ein Menü steht oder fällt: die Sauce. Wie sich herausstellen sollte, eine seiner liebsten Disziplinen. Denn nach einer Saison am Wörthersee kehrte der damals 25-Jährige dorthin zurück, wo für ihn alles begonnen hatte. Und zwar als Chef-Saucier ins Hotel Imperial am Parkring in Wien. Monatelang bereitete Angelmahr sich dort neben seinem "normalen" Job auf die Herausforderung vor, die ihm schon lange unter den Fingernägeln brannte. Die JUNGEN WILDEN.

Wie sich beim Wettbewerb bald zeigte, hatte der Aufsteiger seine Aufgaben mehr als gemacht. In der Woche davor nahm Angelmahr sich sogar Urlaub, um rund um die Uhr zu proben. Nerven aus Stahl und Kombinationen wie "Glacierte Kalbsfledermaus in Pommery-Senf-Sauce mit kleinem Radler" stellten schnell klar: Der JUNGE WILDE 2007 ist Gerald Angelmahr. Ein Karriereboost, der ihm die Beförderung zum Sous Chef einbrachte. Sein Kochtalent und seine unheimliche Nervenstärke ließen ihn sogar Spitzenkoch Reinhard Gerer als Chefkoch in der Wiener Institution, dem Restaurant Corso, nachfolgen. Zu große Fußstapfen für Angelmahr, wie einige meinten. Doch der Kreativ-Koch wäre kein JUNGER WILDER, wenn er Kritikerstimmen nicht sofort durch ausgefeilte Kochkunst hätte verstummen lassen. Und trotzdem: Heute möchte der smarte Koch sein eigenes Ding durchziehen. Sich kulinarisch hundertprozentig verwirklichen. Und das am besten in einer kleinen, aber feinen Küche, von der aus der JUNGE WILDE seinen Gästen zusehen kann, wie seine Geschmacksbomben auf deren Gaumen explodieren.